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für das Jahr 2020 – Abiturnote berechnen

Abiturnote berechnen

Errechne jetzt in wenigen Schritten die Abiturnote (Numerus Clausus)  für das aktuelle Jahr 2020.

Elternunabhängiges BAföG

Prinzipiell handelt es sich beim BAföG um eine staatliche Unterstützung, welche einkommensabhängig erfolgt. Können die Auszubildenden ihren Lebensunterhalt allein bestreiten, entfällt der BAföG-Anspruch. Dabei wird gemäß § 11 Abs. 2 BAföG nicht nur das eigene Vermögen, sondern auch das der Eltern sowie der Ehegatten und der eingetragenen Lebenspartner berücksichtigt und angerechnet. Die Anrechnung des Elterneinkommens beim BAföG kann jedoch in einigen Fällen zu Problemen führen, sodass ein Antrag auf elternunabhängiges BAföG sinnvoll ist.

Wer bekommt elternunabhängiges BAföG?

Hinsichtlich der Frage, wer einen Anspruch auf elternunabhängiges BAföG erheben darf, nennt der § 11 Abs. 3 BAföG alle Ausnahmen von der Regel der strengen Bindung des BAföGs an das Elterneinkommen. Er legt fest, dass das Einkommen der Eltern außer Betracht bleibt, wenn der oder die Auszubildende ein Abendgymnasium oder Kolleg besuchen, zu Beginn ihres Ausbildungsabschnittes bereits das 30. Lebensjahr vollendet haben. Das bedeutet, dass elternunabhängiges BAföG bei der Erstausbildung nicht zugesprochen werden kann, wenn das 30. Lebensjahr vor dem Ausbildungsbeginn nicht schon vollendet wurde. Wer jedoch BAföG im Master elternunabhängig beantragt, profitiert von der Hochsetzung der Altersgrenze auf 35 Jahre. Eine weitere Ausnahme, welche elternunabhängiges BAföG ermöglicht, besteht, wenn zwischen der Vollendung des 18. Lebensjahres und dem Ausbildungsbeginn mindestens fünf Jahre lang eine Erwerbstätigkeit verfolgt wurde.

Auch dann, wenn nach dem Abschluss eines ersten berufsqualifizierenden Ausbildungsabschnittes eine mindestens dreijährige Erwerbstätigkeit folgte, kann BAföG elternunabhängig ausgezahlt werden. Hierbei ist ausdrücklich zu beachten, dass die Reihenfolge von Abschluss und Beruf zwingend ist! Die Erwerbsarbeit muss unbedingt nach dem erfolgreichen Abschluss stattgefunden haben. Sie muss allerdings nicht notwendigerweise in dem Beruf erfolgen, für den man ausgebildet wurde. Auch die Mindestdauer von drei Jahren darf bei der Berufstätigkeit nicht unterschritten werden. Wenn die Ausbildung hingegen weniger als drei Jahre angedauert hat, dann kann dies durch eine entsprechend längere Erwerbstätigkeit kompensiert werden. Insgesamt müssen die kumulierten sechs Jahre aus Ausbildung und Beruf jedoch nachgewiesen werden. Wer also nach dem Bachelor drei Jahre oder länger gearbeitet hat, kann elternunabhängiges BAföG im Master beantragen. Gesetzt dem Fall, dass der Bachelor bereits nach fünf Semestern abgeschlossen wurde, müssen hierbei 3,5 Jahre Erwerbstätigkeit vorgewiesen werden. Bei einem vierjährigen Bachelor mit 240 anstatt 180 Leistungspunkten müssen drei Jahre Beruf nachgewiesen werden, obwohl die Gesamtdauer dann auf sieben Jahre ansteigt.

Die Erwerbstätigkeit ist hierbei wie folgt definiert: Es muss sich nicht um eine monolithische Anstellung handeln. Vielmehr können verschiedene Teilzeiträume aufaddiert werden. Ebenfalls irrelevant ist, ob es sich dabei um Teilzeitbeschäftigungen oder Vollzeitanstellungen gehandelt hat. Dabei kann die Teilzeitarbeit sogar parallel zur Ausbildung erfolgt sein und trotzdem noch anrechenbar sein. Wird hingegen bei der Ausbildung ein Entgelt gezahlt, kann diese nicht als Ausnahmebegründung für die Zahlung elternunabhängigen BAföGs anerkannt werden. Typische Handwerksausbildungen wären hiervon beispielsweise betroffen.

Wie hoch ist elternunabhängiges BAföG?

Die Maximalhöhe elternunabhängigen BAföGs bemisst sich genau wie diejenige des regulären BAföGs. Sie beträgt 735 Euro pro Monat; gegebenenfalls kommen hier noch Krankenkassenzuschüsse hinzu. Obwohl der BAföG-Betrag von dem Einkommen der Eltern gezahlt, gibt es einige Faktoren, von denen seine Höhe abhängt. An vorderster Stelle steht hier die Frage, ob man während der Ausbildung noch bei den eigenen Eltern wohnt. Dies kann je nach Ausbildungsart bis zu 230 Euro weniger BAföG bedeuten, weil die Mietzuschüsse dadurch entfallen.

Weiterhin sind für die Berechnung des BAföG-Satzes die eigenen Vermögenswerte relevant, wobei die einzelnen Regelungen in einigen Punkten von denen des regulären BAföG abweichen. Berücksichtigt werden hier alle eigenen Einkünfte, die 450 Euro im Monat überschreiten (im Jahresdurchschnitt), das Einkommen des Ehepartners und eventuell eine Vollwaisenrente. Auch regelmäßige Geldgeschenke oder Unterhaltsleistungen von Verwandten, zum Beispiel den Großeltern, werden einberechnet. Selbst Fördergelder oder Stipendien, die 300 Euro monatlich übersteigen, wirken sich negativ auf den BAföG-Satz aus. Das eigene Vermögen wird ab einer Höhe von 7500 Euro gegengerechnet.

Wie lange kann elternunabhängiges BAföG gezahlt werden?

Die Maximaldauer, für die das elternunabhängige BAföG gewährt wird, entspricht der des regulären BAföGs. Sie wird durch den § 15 BAföG geregelt und hängt von der Dauer beziehungsweise der Regelstudienzeit der geförderten Ausbildung ab. Wer sich bereits im Vorfeld eine Vorstellung von der wahrscheinlichen Höhe seines elternunabhängigen BAföGs machen möchte, kann dies über den Elternunabhängiges-BAföG-Rechner tun.