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Meister-BAföG (Aufstiegs-BAföG)

Meister-BAföG: Förderung für die Aufstiegsfortbildung

Das Meister-BAföG heißt offiziell Aufstiegs-BAföG. Es fördert Fortbildungen nach einer Berufsausbildung, zum Beispiel zur Meisterin, zum Techniker, zur Fachwirtin oder zum Erzieher. Du bekommst bis zu 15.000 Euro für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, zur Hälfte als Zuschuss. Bei einer Vollzeitfortbildung gibt es zusätzlich bis zu 1.019 Euro im Monat für den Lebensunterhalt, komplett als Zuschuss. Eine Altersgrenze gibt es nicht (Stand: September 2026).

Rechtsgrundlage ist nicht das BAföG, sondern das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Einzelne Beträge sind aber an das BAföG gekoppelt.

Wer bekommt Meister-BAföG?

  • Du hast die Vorqualifikation, die für die Prüfungszulassung nötig ist, meist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Auch wer einen Bachelor hat, kann gefördert werden. Wer schon einen Master oder ein Diplom hat, dagegen nicht.
  • Die Fortbildung bereitet auf einen öffentlich-rechtlich geregelten Abschluss vor, etwa nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung, oder auf einen gleichwertigen Abschluss nach Landesrecht.
  • Die Maßnahme umfasst mindestens 400 Unterrichtsstunden. In Vollzeit muss sie in 36 Monaten abgeschlossen sein, in Teilzeit in 48 Monaten.
  • Der Bildungsträger ist geeignet, zum Beispiel staatlich anerkannt oder zertifiziert.

Typische geförderte Abschlüsse sind zum Beispiel Handwerksmeisterin, Industriemeister, staatlich geprüfte Technikerin, Fachwirt oder Erzieherin. Gefördert wird in Vollzeit bis zu 24 Monate, in Teilzeit bis zu 48 Monate. In besonderen Fällen, etwa bei Schwangerschaft, Kindererziehung oder Krankheit, verlängert sich die Förderung um bis zu zwölf Monate.

Was gefördert wird

Leistungen beim Aufstiegs-BAföG
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LeistungHöheFörderart
Lehrgangs- und Prüfungsgebührenbis 15.000 €50 % Zuschuss, Rest KfW-Darlehen; bei bestandener Prüfung 50 % Erlass des Restdarlehens
Material für Meisterstück oder vergleichbare ArbeitHälfte der Kosten, bis 2.000 €50 % Zuschuss, Rest Darlehen
Unterhaltsbeitrag (nur Vollzeit), alleinstehendbis 1.019 € pro Monatvoller Zuschuss, einkommensabhängig
Erhöhung für Ehegatten oder Lebenspartner235 € pro Monatvoller Zuschuss
Erhöhung je Kind235 € pro Monatvoller Zuschuss
Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende (Kind unter 14)150 € pro Monat und Kindvoller Zuschuss
Vermögensfreibetrag45.000 € (plus je 2.300 € für Ehegatte und Kind)–

Lehrgangs- und Prüfungsgebühren

Bis zu 15.000 Euro, unabhängig von deinem Einkommen. 50 Prozent sind ein Zuschuss. Den Rest kannst du als günstiges Darlehen der KfW bekommen. Bestehst du die Prüfung, werden dir 50 Prozent des noch nicht fälligen Darlehens erlassen. Gründest oder übernimmst du danach ein Unternehmen, kann das restliche Darlehen für die Gebühren ganz erlassen werden.

Meisterstück

Für das Meisterstück oder eine vergleichbare Prüfungsarbeit gibt es bis zur Hälfte der Materialkosten, höchstens 2.000 Euro. Auch hier ist die Hälfte Zuschuss.

Unterhaltsbeitrag bei Vollzeit

Bei einer Vollzeitfortbildung bekommst du bis zu 1.019 Euro im Monat als vollen Zuschuss. Für einen Ehepartner und jedes Kind kommen je 235 Euro dazu. Alleinerziehende erhalten für jedes Kind unter 14 außerdem 150 Euro Kinderbetreuungszuschlag, auch in Teilzeit. Der Unterhaltsbeitrag hängt von deinem Einkommen und Vermögen und dem deines Ehepartners ab. Das Einkommen deiner Eltern spielt keine Rolle. Vom Vermögen bleiben 45.000 Euro frei.

Wie das Darlehen funktioniert

Das KfW-Darlehen ist während der Fortbildung und zwei Jahre danach zins- und tilgungsfrei, höchstens aber sechs Jahre lang. Danach zahlst du es innerhalb von zehn Jahren zurück, mit einer Mindestrate von 128 Euro im Monat. Anders als beim Studierenden-BAföG ist das Darlehen verzinst. Bei geringem Einkommen kannst du dich von der Rückzahlung freistellen lassen.

Antrag stellen

Zuständig sind die Ämter für Aufstiegs-BAföG der Länder, je nach Bundesland zum Beispiel bei Kommunen oder Landesbehörden. Stell den Antrag vor Beginn der Fortbildung. Der Unterhaltsbeitrag wird frühestens ab dem Antragsmonat gezahlt. Aktuelle Informationen und die zuständigen Stellen findest du auf aufstiegs-bafoeg.de.

Meister-BAföG oder Studium?

Nach dem Abitur 2027 ist das Meister-BAföG meist noch kein Thema, denn zuerst brauchst du eine Berufsausbildung. Für ein Studium gibt es das normale BAföG. Wie viel dir zusteht, zeigt der BAföG-Rechner. Einen Überblick über alle Förderarten bietet die Seite BAföG. Für schulische Ausbildungen gibt es das Schüler-BAföG.

Häufige Fragen

Muss ich Meister-BAföG zurückzahlen?

Nur den Darlehensanteil, und nur wenn du ihn in Anspruch nimmst. Der Unterhaltsbeitrag ist ein voller Zuschuss. Bei den Gebühren ist die Hälfte Zuschuss, und nach bestandener Prüfung wird die Hälfte des restlichen Darlehens erlassen.

Gibt es eine Altersgrenze?

Nein. Das Aufstiegs-BAföG kennt keine Altersgrenze.

Hängt das Meister-BAföG vom Einkommen der Eltern ab?

Nein. Angerechnet werden nur dein eigenes Einkommen und Vermögen und das deines Ehepartners, und auch nur beim Unterhaltsbeitrag.

Wird auch eine Teilzeitfortbildung gefördert?

Ja, mit dem Zuschuss und Darlehen für die Gebühren. Einen Unterhaltsbeitrag gibt es nur bei Vollzeit, den Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende aber auch in Teilzeit.